Letztes

Club Vaudeville – Geschichte und Philosophie

vaudeville„Club Vaudeville e.V.“

Ursprünglich wurde der sozio-kulturelle Verein im Jahr 1977 von drei Freunden gegründet, die der Meinung waren, dass Lindau keine Kultur für Jugendliche zu bieten hat. Vom links-alternativen Hippie-Laden mit ca 5 Mitgliedern ist der Verein im Laufe der Jahre auf 400 (zumeist passive) Mitglieder angewachsen – und auch ein ganzes Stück professioneller und „seriöser“ geworden. Nicht nur im Hinblick auf die Mitglieder hat sich einiges getan, auch im organisatorischen Bereich: Seit 2002 werden im CV die Ausbildungsberufe Veranstaltungskaufmann/-frau sowie Veranstaltungstechniker angeboten; unsere Lehrlinge und Praktikanten werden von unserem festangestellten Booker und unserem Techniker betreut.
Das Programm des Vaudeville umfasst ca 70 Konzerte pro Jahr – von Ska über Punk, Metal, Hardcore, Pop, Rock, Blues, Rockabilly und zurück ist alles dabei – 20 Diskos, 40 Kinovorführungen sowie 15 Kleinkunst- und Kabarähveranstaltungen plus Poetry Slam. Zudem richtet der CV jedes Jahr das Lindauer Stadtfest auf der Insel aus sowie das Umsonst&Draußen im Toskanapark, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und bis zu 8000 Besucher nach Lindau lockt.
Erwähnenswert ist zudem unser Selbstverständnis: Wir tolerieren keinen Fremdenhass jeglicher Art, sexistische Idioten können uns gestohlen bleiben und Homophobie ist nicht nur linguistisch ein Fremdwort für uns. Neben dem politischen Schmusi-Busi legen wir zudem großen Wert auf Nachhaltigkeit: Wir beziehen unser Bier von der 1. klimaneutralen Brauerei Deutschlands und achten auf regionale und/oder fair gehandelte Produkte.
Werbeanzeigen

Rofuki e.V. – Geschichte und Philosophie

rofuki„Rockt für unsere Kinder“ e.V.

gemeinnütziger Förderverein für Jugend und Musik
„anerkannter Träger der freien Jugendhilfe“

WAS ist Rofuki?

Der Ursprung des Vereins liegt im Jahr 2001. Schon seit diesem Zeitpunkt arbeitete die heutige Vorsitzende, Sylvia Liesegang, im Landkreis Sangerhausen mit Nachwuchsbands. “Rockt für unsere Kinder” war zunächst eine Initiative. Der Zuspruch und Zuwachs für dieses Projekt ließ die Beteiligten einen Schritt weiter gehen. Die Gründung zum Verein “Rockt für unsere Kinder e.V.” erfolgte am 11.März 2004 in Kelbra, dem heutigen Vereinssitz. Arbeitsgrundlage ist der §11 des KJHG. Im Vordergrund steht die Förderung musikalischer und künstlerischer Neigungen und Fähigkeiten, sowie sozialer und interkultureller Kompetenzen.

Seit dem 12.07.2005 ist “Rockt für unsere Kinder e.V.” ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

In den 10 Jahren seit Bestehen wurden 101 Konzerte mit jugendlichen Bands veranstaltet, insgesamt wurden 504 Auftritte von Newcomerbands realisiert und mehr als 400 Bands unter Vertrag genommen. Bei den Konzerten hat der Verein zusammen mit den Besuchern mehrere Tausend Euro an Sach- und Geldspenden für Kindereinrichtungen und Kinder in Not (Sangerhäuser Tafelkinder) gesammelt und zur Verfügung gestellt.

Viele Projekte wie 88 Sendungen Rofuki-Radio, 4 Rofuki Grafik- und Designwettbewerbe,  4 Rofuki-Gitarrenworkshops, 3 Rofuki-Jugendmusikfestuvals und 5 Rofuki-Bikertreffen am Stausee Kelbra, das letzte sogar mit Bikerhochzeit und TV-Mitschnitt des MDR, wurden erfolgreich absolviert.

Im Jahr 2012 plant der Verein endlich die Projekte Rofuki-Schlagzeugworkshop, Rofuki-Kunstausstellung und Rofuki-Malschule realisieren zu können.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt zählt der Verein über 17 Mitglieder.

ELUVEITIE – Helvetios


ELUVEITIE sind derzeit in aller metallischer Munde. Kaum eine Metalband hat sich in den letzten Jahren so durchgesetzt wie diese und kaum eine Metalband wird zu diversen Festivals so oft gewünscht. Obwohl die Band aus der Schweiz jünger ist, befinden sie sich jetzt schon auf einer Ebene mit FINNTROLL, ENSIFERUM, EQUILIBRIUM und anderen Folk-Metal-Größen.

Bei “Helvetios” handelt es sich um das erste Konzeptalbum von ELUVEITIE, welches sich mit der Thematik des gallischen Krieges aus Sicht der Helvetier auseinandersetzt. Die härteren melodischen Deathmetal-Parts erinnern augenblicklich an den Krieg und Zerstörung, während die folkloristischen Elemente den keltischen Volksstamm betonen. Damit entsteht eine absolut geile Mischung, die zu dem Konzeptalbum wie die Faust aufs Auge passt.

Die Abwechslung auf dem Album ist enorm. Auf 17 Tracks, die zusammen fast 60 Minuten ergeben, findet man knallharte Songs, Lieder mit stimmigen Refrains sowie ein Instrumentalstück (“Hope”), wie es auf jedem ELUVEITIE-Album enthalten ist. Ebenso gibt es Songs (“Home”), welche ausschließlich von Frontmann Christian Glanzmann guttural wiedergegeben werden, oder Songs (“A Rose For Epona”), die fast nur von Sängerin Anna Murphy gesungen werden. Im Lied “Alesia” kann man aber auch hören, dass die beiden zusammen einfach wunderbar harmonieren. Die Texte sind vorzugsweise in englisch, aber auch teilweise in gallisch gehalten. Eingeleitet wird die Scheibe mit einem gesprochenem Prolog in englisch. Dieser geht dann fließend in den zweiten Titel “Helvetios” über, gefolgt von “Luxtos”, dem ersten Song, der gallische Textpassagen enthält. “Scorched Earth” ist ein sehr melancholischer Titel, bei dem sich der Gesang episch anmutend über die Instrumente erhebt und seine ganze Leidenschaft in ein mystisches Gebet fasst.

Der Epilog schlägt ruhigere Töne an und bietet somit einen wunderschönen Ausklang aus dem Album.

ELUVEITIE zeigen sich bei “Helvetios” von ihrer besten Seite. Hoffentlich erscheinen noch mehr solcher einzigartigen Konzeptalben von den acht Schweizern.

30.03.2012: WOLFSNÄCHTE, Lindau

Aufgepasst! Die Wölfe heulen derzeit durch Europa. Gemeint ist natürlich POWERWOLF, die aktuell auf erster Headlinertour in ihrer Bandgeschichte sind. Zusammen mit LONEWOLF, STORMWARRIOR und MYSTIC PROPHECY hat man hier ein absolut starkes Bandpaket geschnürt, bei dem es garantiert ist, dass euch die Ohren wegfliegen.
Tourauftakt war am 30.03.2012 im Club Vaudeville in Lindau.

LONEWOLF aus Frankreich eröffneten bereits gegen 19 Uhr das Programm. Schon jetzt hat man fast das gesamte anwesende Publikum vor der Bühne gesehen. Kein Wunder, denn die vier Jungs von LONEWOLF überzeugten ab der ersten Sekunde mit ihrem starken Gitarrensound und dem kraftvollen Gesang. Obwohl die Band aus Frankreich stammt, kann Sänger Jens Börner nahezu fließend deutsch sprechen und hat somit auch das Publikum mit seinen Ansagen auf deutsch durch die ungefähr 30 Minuten lange Show begleitet. Einen passenderen Opener für die Wolfsnächte hätte man fast gar nicht wählen können – und das nicht nur wegen des Bandnamens. Man kann bei dieser Mucke einfach nicht still stehen bleiben. LONEWOLF präsentierten sowohl Songs aus ihrem aktuellen Album “Army of the Damned“, als auch sehr viele aus ihren anderen drei Platten, sodass dadurch eine schöne Mischung entstand.

Gegen 20 Uhr ging es weiter mit STORMWARRIOR. Ein absolutes Highlight an dem Abend. Die blitzschnellen Gitarrenriffs und der starke Wechselgesang zwischen Yenz Leonhardt und Lars Ramcke ergaben einen unvergleichlichen Sound, welcher dem Power Metal absolut gerecht wurde. Jeder Fan dieses Genres muss die Band einmal gesehen haben, denn die vier Jungs aus Hamburg sind absolut in ihrem Element. Mit der aktuellen Scheibe “Heathen Warrior” im Gepäck schafften sie es jeden Kopf zum Bangen zu bringen. Leider war die hier angesetzte Spielzeit von ebenfalls zirka 30 Minuten viel zu gering, doch die wichtigsten Songs der Band (z.B. “Ragnarök” oder “Valhalla”) fehlten natürlich nicht.

Anschließend wurden auf der Bühne ein neues Schlagzeug und zwei Banner für die nachfolgende Band MYSTIC PROPHECY aufgebaut. Diese begann gegen 20:45 Uhr mit ihrem Programm. Seit ihrer Gründung 2001 hat sie bereits sieben Platten veröffentlicht. Dennoch spielte die Band vorzugsweise ihre neuen Songs vom Album “Ravenlord“. Auch wenn die fünf Musiker mit ihrem amerikanischem Stil auf CD nicht ganz so beeindrucken, haben sie dennoch eine überzeugende Liveshow abgelegt. Sänger Roberto Dimitri Liapakis war absolut energiegeladen und man merkte sofort, dass er Spaß hatte. Er animierte das Publikum zum Springen, zum Tanzen und zum Klatschen. Auch wenn die beiden Vorbands schon richtig starke Show geliefert haben, konnten MYSTIC PROPHECY sich in der fast 60 Minuten Spielzeit durchsetzen und das Publikum zum Kochen bringen.

Während die Bühne erneut für den Headliner POWERWOLF umgebaut wurde, gab Sänger Roberto Dimitri Liapakis von MYSTIC PROPHECY noch ein paar Autogramme.

Kurz darauf verlangte das Publikum schon ohrenbetäubend den Headliner POWERWOLF. Allein die Bühnenausstattung verriet, dass es eine gute Show werden würde. Dann gegen 22 Uhr sollte es soweit sein. Doch leider gab es aufgrund des Drummers Roel van Helden ein wenig Startschwierigkeiten, sodass das Intro leider zwei Mal unterbrochen werden musste.

Doch aller guten Dinge sind drei und als dann alle fünf Bandmitglieder mit Gesichtsbemalung auf  der Bühne erschienen, war schon wieder alles vergessen. Sänger Attila Dorn segnete das Publikum zur Begrüßung mit Weihrauch und die Fans tobten. Mit dem Lied “Sanctified With Dynamite” eröffneten sie dann die Show. Die markante und einzigartige Stimme des Sängers und die spezielle Atmosphäre verhelfen POWERWOLF derzeit zum Durchbruch in der Power-Metal-Szene. Mit Kirchenchören, Orgelklängen sowie Texte von alten Sagen Rumäniens und von Religion zieht die Band das Publikum und auch jeden Hörer der CDs in eine ganz andere Welt. Orgelspieler “Falk Maria Schlegel” feuerte in seinen Spielpausen auch das Publikum immer wieder an. Gitarrenspieler Matthew Greywolf und Bassist Charles Greywolf hatten zwei Ventilatoren unter sich, sodass ihre Haare durch die Luft schwebten, sobald sie sich drüber beugten. Drummer Roel van Helden bot dem Publikum ein beeindruckendes Schlagzeugsolo. Die Ansagen von Attila Dorn mit seinem rumänischen Akzent brachten das Publikum oftmals zum Lachen. Kurz vor Schluss legte er sich wieder sein Gewand an und griff erneut zum Weihrauch, bevor dann “Lupus Dei” vom gleichnamigen Album den Auftritt beenden sollte. Mit einem herzlichen “Lindau – Wir kommen wieder!” verließ die Band die Bühne. Doch das Publikum forderte natürlich noch eine Zugabe und diese ließ auch nicht lange auf sich warten. Die Band kam zurück auf die Bühne und es folgte “In Blood We Trust” und der nun wirklich letzte Song “Moscow After Dark”. Während der 1 1/2 stündigen Spielzeit präsentierten sie verschiedene Songs querbeet durch ihre Diskografie, bestehend aus vier Alben.

Anschließend bot der Club Vaudeville noch eine kleine Metal-Aftershow im Foyer, welche einige Fans noch zum Bleiben animierte.
Dieser Abend wird nicht so schnell aus den Köpfen des Publikums gehen. Man kann hoffen, dass Sänger Attila Dorn von POWERWOLF sein Versprechen wiederzukommen einhält.

Flori goes Metal4

So nun bin ich offiziell mit im Team. Ist das nicht toll? 🙂

http://www.metal4.de/kontakt/redaktion

BORKNAGAR – Urd

Nach über zehn Jahren kehrt Bassist und Sänger Simen Hestnæs zu BORKNAGAR zurück, nachdem er 2009 bei DIMMU BORGIR ausstieg. Welch Glück für die Band, denn die gesanglichen Parts der neuen Scheibe „Urd“ sind beeindruckend und passend abgemischt mit Sänger Andreas Hedlund. So entsteht ein Mix aus klarem und gutturalem Gesang, unterstützt von hymnischen Chören und damit ein voller Genuss für jeden Black Metal-Fan.

Schon der erste Song „Epochalypse“ enthält genau diese Elemente und setzt sich im Ohr fest. Er zählt direkt zu den überwältigsten des Albums. „The Earthling“ besitzt einen stimmigen Refrain, bei dem man schnell mitsingen kann.

Mit dem Lied „The Plains Of Memories“ ist man bei der Halbzeit des Albums angekommen. Zur Abwechslung handelt es sich hierbei um ein reines ruhigeres Instrumentalstück. Dieses wurde hier genau an der richtigen Stelle der Scheibe platziert.

Absolut jeder Song hat seine eigene Note, sodass „Urd“ absolut überhaupt nicht langweilig wird und die 53 Minuten Gesamtlänge viel zu schnell vorbei sind. Man findet während des Hörens Orgelmelodien, Streicher und Synthesizerklänge. „In A Deeper World“ ist ein gelungener Ausklang, denn der Song ist etwas doomiger.

BORKNAGAR bieten eine Mischung aus Black Metal und Progressive Rock, wie man es von kaum einer anderen Band kennt. Gerade das macht die Band so einzigartig.

Mit „Urd“ steigert sich die Band im Vergleich zum Vorgänger und landen damit einen Volltreffer in ihrer über 15-jährigen Musikgeschichte.

27.02.2012: AGNOSTIC FRONT, Lindau


Zum 30-jährigen Bandjubiläum und mit einer neue Platte im Gepäck touren die Hardcore-Urgesteine von AGNOSTIC FRONT aktuell durch die Welt. In Europa werden sie von DEATH BY STEREO und NAYSAYER supportet.

Im Club Vaudeville in Lindau hielten die Jungs von AGNOSTIC FRONT nun bereits zum siebten Mal in ihrer bisherigen Bandgeschichte und zogen damit auch viele Besucher für einen Montag Abend an.

Pünktlich um 20:30 Uhr hörte man dann schon die ersten Klänge des Openers NAYSAYER. Die fünf Jungs aus Richmond (Virginia) präsentierten ihre aktuelle Scheibe “Laid to Rest“. Bereits beim zweiten Lied “Piece of Mind” fanden sich ein paar Fans, die von der Energie und Power der Band gepackt wurden. Jedoch blieb die große Aufregung im Publikum noch aus. Leider bot die Band kaum Abwechslung auf der Bühne und auch die Lieder waren sehr eintönig und monoton. Nach 20 Minuten Spielzeit war dann aber auch schon Schluss für NAYSAYER.

Der zweite Streich an dem Abend machte die Band DEATH BY STEREO. Diese fünf Jungs aus Kalifornien beehrten den Club nun schon zum sechsten Mal. Ihre Mischung aus Melodie, Hardcore und Punk hob sie sich deutlich von der ersten Band ab und sorgte für Action im Club. Mit der neuen Scheibe “Black Sheep of the American Dream“, welche aber erst ab April in Deutschland im Handel erhältlich ist, zogen sie noch mehr Fans in ihren Bann. Kaum jemand bemerkte, dass Sänger Efrem Schulz in einem Lied kurzzeitig an der falschen Textzeile war, denn im Publikum war zu der Zeit bereits der Teufel los. Kurz vor Schluss mischte sich der Sänger selbst noch kurz ins Publikum und sorgte nochmals für Stimmung.

Gegen 22:15 Uhr konnte endlich der Hauptact AGNOSTIC FRONT durchstarten. Es dauerte keine Minute bis es die Band schaffte, des Publikums komplett zum Moshen zu bringen. Während ihrer Show hat auch Sänger Gary Gunwald der Band NAYSAYER erneut einen Auftritt und durfte einen Song von AGNOSTIC FRONT performen. Nach nur wenigen Liedern durften auch Fans auf die Bühne und konnten sich zum Stagediving ins Publikum stürzen. Nach fast 45 Minuten animierte die Band bei einem Cover des Songs “Blitzkrieg Bop” von den RAMONES noch mal zum Mitgröhlen. Beim letzten Lied forderte Sänger Roger Miret zum Circle Pit auf, bevor dann der Auftritt nach 60 Minuten endete.

Die Mitglieder der drei Bands mischten sich anschließend noch in die Menge, stießen mit ein paar Fans an und gaben Autogramme. Man kann hoffen, dass die Band bald wieder in Deutschland unterwegs ist, denn es war ein sehr gelungener Abend, den man nicht so schnell vergessen wird.

An der Stelle gratulieren wir der Band AGNOSTIC FRONT noch mal zum 30-jährigen Bestehen. Auf die nächsten 10 Jahre!